In einem typischen Planungsbüro führt die parallele Nutzung mehrerer individueller Terminplanungsstile zunächst zu tolerierbaren Reibungsverlusten, bei steigender Projektkomplexität und höherem Koordinationsbedarf kippt das System jedoch in einen klar messbaren Mehraufwand, der sich vor allem in Übergaben, Vertretungen und Managementauswertungen zeigt.
Die Ausgangssituation lässt sich als Dreierkonstellation beschreiben: Eine Person plant in Excel mit eigener Farblogik, eine zweite nutzt eine Software, die sonst niemand im Team verwendet, eine dritte arbeitet mit einem selbst gebauten Template. Bei einer Auslastung von nur 1 bis 2 Projekten pro Bauleiter bleibt diese Heterogenität kurzfristig funktional.
Sobald mindestens eines von drei Ereignissen eintritt (Krankheitsvertretung, Projektübergabe oder Bedarf nach Gesamtüberblick auf Geschäftsleitungsebene), steigt der Koordinationsaufwand sprunghaft. Im beschriebenen Szenario wird dies mit fünf parallel existierenden Planungsmethoden konkretisiert, wodurch Vergleichbarkeit und schnelle Statusauskunft systematisch erschwert werden.
Die Analyse benennt als wiederkehrendes Muster, dass neue Mitarbeitende Wochen benötigen, um die unterschiedlichen Systeme und Logiken zu verstehen, während Vertretungen in Krankheitsfällen Tage damit verbringen, fremde Excel-Logiken und individuelle Planstrukturen nachzuvollziehen. Diese Zeit fällt als indirekte Prozesskosten an und skaliert mit der Anzahl der unterschiedlichen Vorgehensweisen.
Für die Geschäftsleitung entstehen wiederkehrend drei Informationsbedarfe:
Bei mehreren konkurrierenden Methoden sind diese Antworten nur über manuelle Konsolidierung erreichbar. Die Ergebnisse bleiben dabei unsicher, weil keine gemeinsame Struktur, gleiche Definitionen und kein konsistenter Planstand garantiert sind.
Im Teamkontext sollen Einarbeitung und Vertretung deutlich reibungsloser funktionieren und Projektwissen soll im System verbleiben statt in den Köpfen einzelner Personen.